15.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die Regierung unter Druck gesetzt«

Erstmals steht eine Frau an der Spitze des chilenischen Gewerkschaftsbundes CUT. Lage der Arbeiter in dem südamerikanischen Land ist prekär. Ein Gespräch mit Bárbara Figueroa

Marinela Potor, Santiago
Bárbara Figueroa wurde 1979 geboren. Sie studierte Pädagogik und Psychologie und engagiert sich seit zehn Jahren in der Lehrergewerkschaft Colegio de Profesores. Die Kommunistin wurde am 7. September zur neuen Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes CUT gewählt. Sie sind die erste Frau, die in Lateinamerika zur Vorsitzenden eines Gewerkschaftsbundes gewählt wurde. Spielt diese Tatsache für Sie eine besondere Rolle bei der Arbeit in der CUT (Central Unitaria de Trabajadores, Einheitsverband der Arbeiter)? Die Tatsache, daß in Chile eine Frau Vorsitzende der CUT geworden ist, hat sich so ergeben. Ich komme aus der Lehrergewerkschaft, einer der stärksten Organisationen der CUT, in der hauptsächlich Frauen vertreten sind. Es ist also nicht überraschend, daß ich Präsidentin der CUT geworden bin. Aber natürlich spielt es eine Rolle, daß ich eine Frau bin. Zunächst mal sorgt dies für Aufmerksamkeit für die Themen der CUT. Dadurch werden wir sichtbarer und können mehr Menschen erreichen. Und nat...

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