15.09.2012 / Feuilleton / Seite 12

Frisch und schroff

Wo bleibt die Musik von Hanns Eisler? In Berlin tagte ein Symposion zur Rezeption des Komponisten

Sigurd Schulze
Ist Hanns Eisler das Problem oder die Nachwelt? Es war schon eine besondere Kraftanstrengung der Internationalen Hanns-Eisler-Gesellschaft, anläßlich des 50. Todestages des Komponisten am 6. September ein Symposion zu organisieren – in einer Gesellschaft, in der Antikommunismus Staatsdoktrin und der Komponist der DDR- (»Spalter«-)Hymne eine Unperson ist. Die Leitung der Akademie der Künste, deren Gründungsmitglied Eisler war, zeigte kein Interesse, lediglich das Hanns-Eisler-Archiv. Allerdings fand man Freunde beim Musikfest Berlin, im Konzerthaus und in der Stiftung Berliner Philharmoniker.

Die Nachwelt mit Eisler bekannt zu machen, ist kein leichtes Unterfangen. Als Peter Schweinhardt beim Symposion fragte: »Sind welche da, die Leute gut kennen, die Eisler gut gekannt haben?« hoben sich nur wenige Arme.

Wesentliches Anliegen war die Vergegenwärtigung der Breite des Eislerschen Schaffens, seiner Kammermusik, seiner Kammers...

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