15.09.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Das Parlament fürchtet geradezu den Volkszorn«

Gespräch mit Jacinto Ceacero Cubillo und Luis Serrano Peregrina. Über die »Indignados«-Bewegung in Spanien, die Verbindung der Erwerbslosen- und Gewerkschaftsproteste, den Merkel-Besuch in Madrid und den Ausverkauf des Landes

Gitta Düperthal in Madrid
Jacinto Ceacero Cubillo ist Generalsekretär der anarchosyndikalistischen spanischen Gewerkschaft »Confederación General del Trabajo« (CGT) in Madrid. Luis Serrano Peregrina ist Sekretär der CGT für Internationale Beziehungen. Was macht eigentlich die Bewegung der »Indignados« (Empörten)? Alle öffentlichen Plätze in Madrid sind geräumt – keine öffentlichen Asambleas mehr am Platz Puerta del Sol. Ist das die Ruhe vor dem Sturm, der nach der Großdemonstration an diesem Samstag losbricht? Jacinto Ceacero Cubillo: Die Bürgerrechtsbewegung der Empörten existiert erst seit einem Jahr. Wir wissen noch gar nicht, wo es mit ihr langgeht. Sie ist vielfältig – nicht nur erklärte Linke versammeln sich dort. In den vergangenen Wochen schien es, als sei die Zeit der großen Asambleas vorbei. Es kommen jedoch Nachbarschaftsgruppen in den Stadtteilen zu solchen Volksversammlungen auf öffentlichen Plätzen zusammen. Sie haben sich über die Bewegung des 15. Mai im vergangenen Jahr kennengelern...

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