14.09.2012 / Inland / Seite 4

Zuschußrente völlig sinnlos

Hans-Böckler-Stiftung warnt vor mehr Altersarmut. Kritik an Teilumstellung auf private Vorsorge

Nicole Scharfschwerdt, dapd
Angesichts wachsender Altersarmut fordert die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung deutlich höhere Renten und zusätzlich eine Aufstockung von Minirenten aus Steuermitteln. Wie aus einer aktuellen Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Stiftung (IMK) hervorgeht, sinkt das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 deutlich. Verantwortlich hierfür machen die Autoren die Änderungen der Rentengesetze durch die SPD-Grünen-Bundesregierung in den Jahren 2001 und 2004. »Bleiben die Reformen unverändert in Kraft, werden erhebliche Teile der Erwerbsbevölkerung in Altersarmut gleiten«, warnten sie am Donnerstag in Berlin.

Wie aus dem Gutachten hervorgeht, mußte ein Durchschnittsverdiener, der 2009 in Rente ging, 27 Beitragsjahre vorweisen, um im Alter eine Rente auf dem Niveau der Grundsicherung zu erhalten. 2030 seien es schon 32,6 Beitragsjahre. Noch dramatischer stelle sich die Lage für einen Beschäftigten dar, der lediglich drei V...

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