14.09.2012 / Inland / Seite 8

»Falls die Schlecker-Pleite etwas Gutes hat, dann das!«

Ver.di setzt sich für die Neugründung von Dorfläden ein – zur Versorgung im ländlichen Raum. Ein Gespräch mit Leni Breymaier

Gitta Düperthal
Leni Breymaier ist Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Baden-Württemberg

Sie schlagen ein neues Modell des Wirtschaftens für Drogerieläden vor. Könnte die Pleite der Drogeriekette Schlecker eine Chance für ein solches Modell sein?

Nein, 25000 Frauen haben dadurch ihren Job verloren. Wenn wir kühl rechnen, bekommen wir über unser Kaufladen-Konzept allerhöchstens 4000 Frauen in Arbeit. Die meisten haben keine Chance, ich bin also nicht euphorisch.

Aber abgesehen von der Erwerbslosigkeit werden wir etwas für die Nahversorgung im ländlichen Raum tun müssen. Anton Schlecker hat 40 Jahre lang in den Dörfern angestammte Läden kaputtgemacht. Besonders ältere Leute, die kein Auto haben oder nicht mehr fahren können, sind deshalb oft nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Es melden sich bereits Bürgermeister bei ver.di, die von unseren Plänen gehört haben: »Könnt ihr da nicht etwas machen?« Insofern...

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