13.09.2012 / Ausland / Seite 6

Gezielte Provokation

Antiislamischer Film löst Empörung in Libyen und Ägypten aus

Karin Leukefeld
Bei einem Angriff von Salafisten auf das US-Konsulat in der ostlibyschen Stadt Benghasi sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vier Menschen getötet worden. Neben dem US-Botschafter Christopher Stevens, der im Mai sein Amt angetreten hatte, sollen auch zwei seiner Leibwächter ums Leben gekommen sein. Bei dem vierten Toten handelt es sich demnach um einen Konsulatsmitarbeiter, seine Nationalität ist nicht bekannt.

Stevens habe sich zu einem kurzen Besuch in Benghasi aufgehalten, als der Angriff am Dienstag abend gegen 23 Uhr begonnen habe, berichtete Suleiman Idrissi, ein Mitarbeiter des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira. Die bewaffneten Angreifer hätten sich als die »Unterstützer des Islamischen Gesetzes« ausgegeben und die Bevölkerung aufgefordert, das Konsulat anzugreifen. Als Grund nannten die Milizionäre den Film »Die Unschuld der Muslime«, eine nach Angaben der Filmemacher »sarkastische« Beschreibung des Lebens Mohammeds.<...

Artikel-Länge: 4267 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe