12.09.2012 / Ausland / Seite 6

Lehrerstreik in Chicago

Gewerkschaften kämpfen für bessere Ausstattung öffentlicher Schulen

Simon Loidl
Den zweiten Tag in Folge haben am Dienstag 30000 Lehrer und Angestellte an öffentlichen Schulen in Chicago ihre Arbeit niedergelegt. Sie protestieren gegen von Bürgermeister Rahm Emanuel geplante Änderungen im Schulsystem, die nach Ansicht der Gewerkschaften zu einem weiteren Niedergang öffentlicher Bildungseinrichtungen und zur Entlassung Tausender Pädagogen führen könnten. Rund 350000 Schülerinnen und Schüler waren von dem Ausstand in dem drittgrößten Schulbezirk der USA betroffen, seit 25 Jahren haben die Lehrer hier zum ersten Mal die Arbeit niedergelegt. Emanuel will die sogenannten Charter Schools – halbprivate Einrichtungen, die zum Teil mit öffentlichen Geldern finanziert werden – künftig großzügiger unterstützen. Der Plan sieht außerdem eine regelmäßige Bewertung der Leistungen der Lehrer an öffentlichen Schulen vor. Diese soll vor allem anhand des Abschneidens der Schüler bei standardisierten Tests vorgenommen werden. Kritiker fürchten eine Abwärtsspirale: Wenig...

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