11.09.2012 / Feuilleton / Seite 12

Schlag mich und nutze den Tag

»Frühlings Erwachen« im Frankfurter Herbst: Ein Offtheater macht sich Schülergedanken

Jamal Tuschick
Der 14jährigen Wendla Bergmann wird versäumte Aufklärung zum Verhängnis. Der Verlauf ihrer Schwangerschaft ist in Frank Wedekinds jugendbewegtem Drama »Frühlings Erwachen« aus dem Jahr 1891 beschrieben. Uraufgeführt wurde es 1906 in Berlin, reichlich hundert Jahre später brachte Ute Bansemir das Stück nun in Frankfurt am Main auf die »Titania«-Bühne – in einer Produktion der »theaterperipherie« und als Crossover mit Ferdidun Zaimoglus »Schwarzen Jungfrauen« sowie einem im Schülergedankenaustausch zustande gekommenen Versuch über »die Jugend im Zeitalter der unbegrenzten Möglichkeiten«.

Die in Frankfurt wirkende Wendla heißt bürgerlich Patricia Trageser. Sie spielt mit einem schönen Mut. Ein Regenschirm aus Luftballons hält ihr Konfettischnee vom Leib. Es gibt sonst nichts Buntes im Bühnenbild. Ihr Beischläfer Moritz Stiefel kommt in Gestalt von Mohammad Salamat ebenso nieder...

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