11.09.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stillstand in Athen

Griechenlands Regierungskoalition uneins bei neuen Kürzungen. Troika wenig begeistert. Land soll dennoch im Euro-Raum gehalten werden

Griechenlands Regierungskoalition ist uneinig. Zwar gibt es für den Pleitestaat von seinen »Rettern« offiziell nur dann frisches Geld, wenn weiter gekürzt und privatisiert wird. Am Sonntag abend brachten die Athener Spitzenpolitiker dennoch keine Einigung darüber zustande, wie das zu machen ist. Das läßt die Kontrolleure der Troika (aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds IWF und Europäischer Zentralbank EZB) weiter in Erklärungs- und Entscheidungsnot geraten. Deren Bericht entscheidet über die Bereitstellung weiterer Kredite – die das Land dringend benötigt. Aktueller Zwischenstand ist, daß Griechenland die Krise weder aus eigener Kraft noch mit Hilfe der bisherigen »Rettungsinstrumente« der Troika bewältigen kann. Das Land ist sozialökonomisch bereits schwer gezeichnet.

Jetzt will Ministerpräsident Antonis Samaras weitere Kürzungen bei Gehältern und Renten in Höhe von 11,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren durchset...

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