10.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Schmutzkampagne

Morgen soll die Philosophin Judith Butler mit dem Adorno-Preis ausgezeichnet werden. Der Zentralrat der Juden und neokonservative Israel-Freunde laufen Sturm

Markus Bernhardt
In Erinnerung an den Philosophen Theodor W. Adorno verleiht die Stadt Frankfurt am Main alle drei Jahre einen mit 50000 Euro dotierten Preis. Er soll der Förderung und Anerkennung hervorragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film dienen. In diesem Jahr hat sich das Kuratorium des Adorno-Preises, das unter der Leitung des Kulturdezernenten der Main-Stadt, Professor Felix Semmelroth (CDU), steht, für die amerikanische Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Judith Butler als Auszuzeichnende entschieden. Butler, so heißt es in der Begründung des Kuratoriums, sei »eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit«. »Für Fragen über Identität und Körper sind ihre Schriften maßgeblich und werden weltweit rezipiert. Als Vordenkerin eines neuen Verständnisses von Kategorien wie Geschlecht und Subjekt, aber auch der Moral ist sie immer dem Paradigma der kritischen Autonomie verpflichtet. Spurenelemente von Butlers Theoriegebäude finde...

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