10.09.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Auf EU-Ebene läuft vieles schief«

Havarie des Gefahrgutfrachters »Flaminia« wirft schlechtes Licht auf europäisches Notfallmanagement. Gespräch mit Jörg Feddern

Mirko Knoche
Jörg Feddern ist Schifffahrtsexperte von Greenpeace Deutschland

Der havarierte Containerfrachter »MSC Flaminia« ist am gestrigen Sonntag nach zweimonatiger Irrfahrt im Tiefwasserhafen von Wilhelmshaven eingelaufen. Haben Sie noch Sicherheitsbedenken?

Das staatliche Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven hat das Schiff noch am Samstag vor Helgoland inspiziert. Anschließend genehmigte es die Weiterfahrt nach Wilhelmshaven. Der Frachter war bereits vor zwei Monaten vor den Azoren im Atlantik in Brand geraten. Dabei kam ein Seemann ums Leben, ein anderer gilt seither als vermißt. Schnell war ein niederländisches Bergungsunternehmen vor Ort und konnte den Brand löschen. Danach waren mehrfach weitere Experten an Bord gegangen. Ich halte die Angaben des Havariekommandos für glaubwürdig, daß derzeit keine Gefahren mehr bestehen. Die Cuxhavener kümmern sich regelmäßig um Schiffsunglücke. Davon bekommen wir aber nichts mit. Skandalös ist hingegen, daß sich mehr...

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