08.09.2012 / Inland / Seite 4

Castoren nach Brunsbüttel?

Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner kündigt an, nächste Atommülltransporte nicht in Gorleben aufnehmen zu wollen. Bürgerinitiativen: »Nur heiße Luft«

Reimar Paul
Heiße Luft«, »inhaltsleeres Wahlkampfmanöver«, »umweltpolitischer Wendehals« – mit Spott und Ablehnung haben Antiatomkraftinitiativen und Oppositionsparteien auf den Vorstoß von Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner reagiert, Castortransporte künftig nicht mehr nach Gorleben rollen zu lassen. Niedersachsen habe in der Vergangenheit den gesamten deutschen Atommüll aus ausländischen Wiederaufbereitungsanlagen eingelagert, hatte der FDP-Politiker in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (Donnerstagausgabe) gesagt, jetzt seien »auch mal andere dran«. Die restlichen 26 Castorbehälter aus dem britischen Sellafield und dem französischen La Hague könnten entweder in Süddeutschland oder in einem Zwischenlager in Schleswig-Holstein deponiert werden. Bis zum Jahr 2015 sollen fünf weitere Castoren mit hochradioaktiven Abfällen aus La Hague nach Deutschland zurückgebracht werden, danach 21 Behälter aus Sellafield.

Wenig Neues birgt der Vors...

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