08.09.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Problemfall USA

Wahlkampf und »Finanzklippe«: Alles starrt auf die Euro-Krise. Dabei hat die Verschuldung in den Vereinigen Staaten inzwischen fast griechische Dimensionen angenommen

Rainer Rupp
Nach der Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag, die Geldpresse anzuwerfen, reagierten die Finanzmärkte euphorisch. Die Börsenkurse stiegen kräftig, der US-Leitindex Dow Jones lag mit 13300 Punkten nur noch wenig unter seinem historischen Höchststand (14093) vom Herbst 2007. Damals begann die Krise, die auch die US-Wirtschaft weiter fest im Griff hält. Deren strukturelle Ursachen finden indes kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen bei beiden großen Parteien ebensowenig Erwähnung wie beispielsweise der Krieg in Afghanistan.

Realitäten werden ausgeblendet, doch sie zeigen Wirkung. Weltweit haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten stärker als erwartet abgekühlt. Wegen der einsetzenden Rezession in (West-)Europa und des schwachen Wachstums in den USA bleiben Medienberichten zufolge auch die chinesischen Produzenten immer öfter auf ihren Exportwaren sitzen. Zugleich geht die dortige Nachfrage nach US-amerikanischen und europäischen Produkten z...

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