07.09.2012 / Thema / Seite 10

Kampf, Trauer, Hoffnung

Porträt. Komponist der Arbeiterbewegung: Zum 50. Todestag von Hanns Eisler (Teil 2 und Schluß)

Kai Köhler
Im gestern erschienenen ersten Teil (»Parteiliche Avantgarde«) wurde Hanns Eislers spannungsvolles Verhältnis zu seinem Lehrer Arnold Schönberg dargestellt, dessen revolutionäre Zwölftonkompositionen ihn künstlerisch prägten, mit dem er jedoch früh politisch in Gegensatz geriet. Mit der Hinwendung zum Sozialismus sah sich Eisler vor die Aufgabe gestellt, wie er mit seinen Kompositionen ein großes (proletarisches) Publikum erreichen konnte, ohne das musikalische Niveau und den ästhetischen Fortschritt preiszugeben. Mit der Machtübertragung an die Faschisten in Deutschland und Eislers Vertreibung ins Exil wird diese Entwicklung unterbrochen.

Doch setzten sich 1933 nicht die Kommunisten durch, sondern übergab das Bürgertum die Macht an ihre brutalsten Feinde. Das faschistische Regime bedeutete für Eisler, daß er ins Ausland fliehen mußte. Kommunist, jüdischer Abstammung, avantgardistischer Musiker – jeder dieser drei Gründe allein hätte Verfolgung bed...

Artikel-Länge: 24747 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe