07.09.2012 / Inland / Seite 5

Braune Geschichtsstunde

Ex-NPD-Chef Udo Voigt bestreitet vor Gericht Volksverhetzung und verteidigt Rede über »tapfere Soldaten« der Waffen-SS und »Bombenholocaust« der Alliierten

Claudia Wangerin
Der NPD-Politiker Udo Voigt hat am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht den Vorwurf der Volksverhetzung bestritten. Im selben Atemzug rechtfertigte er seine Äußerungen über die Rolle der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Am 25. März 2010 hatte der damalige Bundeschef der NPD in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick eine Rede gegen den Antrag der demokratischen Fraktionen zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus gehalten. Darin hieß es: »Im Gegensatz zu den Inhalten Ihres Antrags verneigen wir uns auch vor den tapferen Soldaten der deutschen Wehrmacht, des Heeres, der Luftwaffe, der Marine und Waffen-SS«. Diese seien bis zum letzten Tag ihrer Pflicht nachgekommen. In der Ansprache hatte Voigt zudem die alliierten Luftangriffe als »Bombenholocaust« bezeichnet. Die Rede war laut Zeugen am nächsten Tag auf der Internetseite der NPD nachzulesen. Vor Gericht wurde sie auch als Audiodatei vorgespielt – obwohl Voigt den Inhalt nicht leugnete. Die Verteidigung zielte ...

Artikel-Länge: 4321 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe