05.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Wühlen im Müllhaufen DDR

Klaus Blessing
Unter dem triumphierend zynischen Obertitel über das abgebrannte Bruderland und mit Klartext darunter »Einwanderung, Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus in der DDR« präsentieren die Stiftung mit dem Namen »Rosa Luxemburg« und die Helle Panke im Zentrum für Demokratie in Treptow-Köpenick seit Montag eine Ausstellung. Bei den Förderern der Ausstellung wird auch der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gedankt. Wir sind von der Stiftung mit dem Namen »Rosa Luxemburg« einiges gewöhnt. Aber offenkundig ist alles steigerbar. Nachdem die marode DDR-Wirtschaft, der Unrechtsstaat und die zweite deutsche Diktatur offenkundig nicht mehr viel hergeben, wird weiter im »Müllhaufen DDR« gewühlt. Vielleicht finden sich nach fast einem Vierteljahrhundert doch noch einige Kotbrocken, die umgewühlt und ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden können. Man meint, fündig geworden zu sein. Und so werden im Rahmen der Ausstellung wildeste DDR-Verunglimpfungen exerziert. Nach de...

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