05.09.2012 / Feuilleton / Seite 13

Tja, Alter

Leos Carax’ neuer Film »Holy Motors«

Peer Schmit
Es gelten die Gesetze des Surealismus: Der Humor ist das, was die Suppen, die Hühner, die Symphonieorchester nicht haben. Man hat ihn im Küchengerät signalisiert, er äußert sich im schlechten Geschmack, manchmal überwintert er in der Mode. »Holy Motors«, der neue Film des Franzosen Leos Carax, erinnert einen wieder daran. Beschworen werden die Geister der 1930er/40er: »Hollywood«, das Musical, Breton, Bunuel, der Surealismus und die Folgen, die komischen »Camp«-Unterwelten von Jean Cocteau, so Kram halt, bunt gemischt.

Der Film gibt auch Antwort auf die neulich von David Cronenberg/Don DeLillo aufgeworfene Frage, wo die protzigen Stretchlimousinen, die »Holy Motors«, nach Feierabend sind. Bei ihren Brüdern und Schwestern natürlich, um über bessere Zeiten zu plaudern. In so einer Limousine sitzt der Schauspieler Denis Lavant und kostümiert sich in einem mysteriösen Auftrag für diverse Rollen und Episoden. Er wird Monsieur Oscar genannt.

Die Limousine ist...



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