04.09.2012 / Abgeschrieben / Seite 8

Schwer durchschaubar

Der frühere CDU-Politiker und Publizist Jürgen Todenhöfer veröffentlichte am Montag in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel »Volk gegen Volk« einen Artikel zum Krieg in Syrien. Darin analysiert er die Entwicklung des Konflikts seit März 2011 und schreibt zusammenfassend:

Der syrische Krieg ist von außen nur noch schwer zu durchschauen, weil er ständig sein Gesicht verändert. Vier Phasen gab es bisher. Die erste von März bis April 2011 ist die Zeit friedlicher Demonstrationen. (…) In Phase zwei, von Mai bis August 2011, treten die ersten bewaffneten Kämpfer auf. (…) In der dritten Phase, von August bis Ende 2011, präsentieren sich die bewaffneten Rebellen als Schutztruppe friedlicher Demonstranten. (…) In der vierten Phase, von Anfang 2012 bis heute, verselbständigen sich die bewaffneten Rebellen. Und radikalisieren sich. (…)

Der Slogan »Assad tötet sein eigenes Volk« geht an der Realität des gegenseitigen Mordens vorbei. ...


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