04.09.2012 / Inland / Seite 5

Ermutigt statt eingeschüchtert

Hubschrauberlärm und Polizeikontrollen: Teilnehmer des Erfurter Flüchtlingscamps ziehen trotzdem positive Bilanz

Gitta Düperthal
Flüchtlinge in Erfurt haben am Sonntag ihr Protestcamp gegen Residenzpflicht, Abschiebungen und erniedrigende Lebensbedingungen in Lagern beendet. Etwa 200 Asylsuchende hätten sich beteiligt, so Clemens Wigger von der Flüchtlingsorganisation »The voice« in Jena. Erfurter Naturkostläden und Verbrauchergemeinschaften hätten das Camp mit Nahrungsmitteln gesponsert, Volxküchen aus Halle, Jena und Erfurt das Essen zubereitet. Allerdings habe die Erfurter Polizei versucht, Flüchtlinge einzuschüchtern. Vertreter des Erfurter Ordnungsamtes und der Feuerwehr hätten unter fadenscheinigen Begründungen das Camp aufgesucht und dort herumgeschnüffelt: Angeblich hatten Nachbarn Qualm gesehen. Dies könne jedoch gar nicht sein, da das Camp im Umfeld eines Gewerbegebietes angelegt gewesen sei, wo es keine Nachbarn gegeben habe, so Wigger. Tag und Nacht seien Streifenwagen vor dem Camp herumgefahren, in den letzten Tagen sogar Mannschaftswagen. Selektive Polizei...

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