04.09.2012 / Inland / Seite 4

Tropfen auf heißen Stein

SPD-geführte Regierungen in Berlin und Hamburg setzen auf »aktive Stadtentwicklungspolitik«. Doch die Spielräume sind eng, und nicht die Politik gibt den Takt an

Jörn Boewe
Explodierende Wohnungsmieten bei Neuabschlüssen, Zuzug in die Innenstädte, Verdrängung von Einwohnern mit niedrigen und mittleren Einkommen – der Trend ist seit Jahren in nahezu allen Großstädten zu beobachten. Am Montag diskutierten in der Hauptstadt Vertreter aus Politik und Wohnungswirtschaft der Metropolen Hamburg, Berlin und Köln auf Einladung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung über Erfahrungen in den jeweiligen Kommunen und Möglichkeiten der Politik, Stadtentwicklung zu beeinflussen.

Insbesondere in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin sind in den vergangenen Jahren die Mieten und Immobilienpreise nach oben geschnellt: Eine Entwicklung, die an der Elbe durch eine sozial desinteressierte CDU-Grünen-Regierung befördert wurde, während diesen Job in Berlin eine SPD-Linke-Regierung übernahm, die die finanziell marode Stadt u. a. durch Wohnungs- und Grundstücksprivatisierungen im großen Maßstab »modernisierte«. Mittlerweile sind seit Frühjahr 20...

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