04.09.2012 / Feuilleton / Seite 13

»Chico & Rita« oder Kuba und der Jazz – ein Kinofilm

Was ist dieser Bebop? Cubop!« sagt im Trickfilm »Chico & Rita« einer, der es wissen muß: Chano Ponzo kam 1942 als Afrokubaner aus ärmlichen Verhältnissen nach New York, wo Charlie Parker (Altsaxophon) und Dizzy Gillespie (Trompete) gerade die Nachtklubs mit Kompositionen aufmischten, zu denen man beim besten Willen nicht mehr tanzen konnte. Die Nummern waren zu schnell und komplex dafür. Chano Ponzo wurde der erste Percussionist in einer dieser Bands, die zum Frühstück hundert Noten die Sekunde runterspielten – mit ihm kamen afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen in das, was wir heute Jazz nennen. Nicht nur die Drummer standen vor wunderbar neuen Herausforderungen. 1955 wurde Ponzo in Harlem von einem Dealer erschossen, dessen Marihuana Anlaß zur Beschwerde bot. Er liegt in Havanna begraben. Daß es sich bei dem Dope um Kräutertee handelt, erfährt er im Film von der Titelfigur Chico. Dieser fik...

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