04.09.2012 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Schlecker: Eine Bilanz

Ver.di-Sekretärin Christina Frank unternimmt im Express einen ersten Versuch der Aufarbeitung

Herbert Wulff
Schlecker ist Gescünhichte. Mehr als 30000 Beschäftigte, größtenteils Frauen, haben ihren Job verloren. Die Schlecker-Familie hat laut Bild-Zeitung hingegen noch genug Geld, um für ihre in die Insolvenzmasse übergegangene Villa im baden-württembergischen Ehingen ein Millionenangebot vorzulegen. Dabei hatten die Schlecker-Kinder Lars und Meike doch erklärt, es sei kein Geld mehr da. Ihr Vater Anton habe alles abgeben müssen – »vom Sportwagen bis zur schönen Uhr«. Allein das zeigt: Die Pleite des Drogeriegiganten ist ein Lehrstück über die Funktionsweise des Kapitalismus. Aus ihr gilt es, Schlüsse zu ziehen. Einen ersten Versuch der Aufarbeitung unternimmt die Stuttgarter ver.di-Sekretärin Christina Frank im aktuellen Express.

»Der Wert von 30000 Frauenarbeitsplätzen und die sozialen Auswirkungen der Pleite haben in der gesamten Fortführungsdiskussion nur am Rande eine Rolle gespielt«, bilanziert Frank. »Die politischen Entscheidungsträger haben die ...

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