03.09.2012 / Inland / Seite 8

»Es gibt auf SlutWalks keine Kleidungsvorschriften«

Demonstration gegen sexualisierte Gewalt: Solidarität mit »Schlampen« soll dem Begriff die abwertende Bedeutung nehmen. Gespräch mit Lisa Bovac

Wladek Flakin
Lisa Bovac ist Studentin und Mitorganisatorin der SlutWalk-Demonstration in Berlin am 15. September

Am 15. September findet bereits zum zweiten Mal eine »SlutWalk«-Demonstration in Berlin statt. Was sind eure Ziele?

Wir demonstrieren gegen sexualisierte Gewalt und deren Verharmlosung. Wir wollen ein breiteres Bewußtsein dafür schaffen, daß den Betroffenen von sexualisierter Gewalt keine Mitschuld gegeben werden darf. Wir demonstrieren für unser Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht, sexueller Orientierung, Verhalten, Aussehen und Kleidung. Zum SlutWalk um 14 Uhr am Brandenburger Tor sind alle Menschen eingladen, die sich mit diesen Zielen identifizieren können.

Wie sehen alltägliche Erfahrungen mit Vergewaltigung und sexueller Gewalt in der heutigen BRD aus?

Jährlich werden bundesweit rund 12000 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung angezeigt. Die Dunkelziffer wird auf das zehn- bis zwanzigfache geschätzt. Die Ge...

Artikel-Länge: 4626 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe