03.09.2012 / Ausland / Seite 7

Wasserkrise

Grundversorgung der Palästinenser mit sauberem Naß im Gazastreifen nicht gesichert

Karin Leukefeld
Der palästinensische Gazastreifen hat mit vielen Sorgen zu kämpfen: Die israelischen Besetzer verweigern den rund 1,6 Millionen Menschen – 50 Prozent von ihnen Kinder, zwei Drittel Flüchtlinge – die Bewegungsfreiheit. Die Stromversorgung wird häufig unterbrochen, Import und Export werden durch das strenge israelische Kontrollsystem an den Grenzübergängen massiv behindert. Palästinensische Fischer dürfen nur in den von den Besatzungsbehörden genehmigten Gewässern fischen, die in den letzten Jahren – zum Schutz der israelischen Sicherheit – sukzessive verkleinert wurden.

In dem rund 365 Quadratkilometer umfassenden Gebiet ist auch die Grundversorgung mit sauberem Wasser nicht gesichert. Nach Angabe der Palästinensischen Wasserbehörde (PWA) wird der Wasserverbrauch bis zum Jahr 2020 von heute 160 auf 260 Millionen Kubikmeter steigen. UN-Hydrologen berichten, daß angesichts der bereits vorhandenen schweren Schäden jährlich nur etwa 55...

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