01.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Stempeln beim WC-Gang

Internationale Transportarbeiter Föderation und ver.di kritisieren schikanöse Arbeitsbedingungen, Versetzungen und Fremdvergaben beim Paketdienstleister UPS in Stuttgart

Daniel Behruzi
Das Klima am UPS-Standort Stuttgart-Ditzingen ist vergiftet. Seit Jahren liegt die Geschäftsleitung der südwestdeutschen Hauptumschlagbasis des US-Logistikkonzerns United Parcel Service (UPS) im Clinch mit dem örtlichen Betriebsrat. Mehr als 300 Mal trafen sich beide Seiten vor dem Arbeitsgericht. Grund hierfür sind nach Ansicht von Ramazan Bayram, Sekretär der Internationalen Transportarbeiter Föderation (ITF), »die skandalösen Managementmethoden, bei denen Beschäftigtenrechte mit Füßen getreten werden«. Die ITF – der internationale Zusammenschluß der Transportgewerkschaften, dem auch ver.di angehört – weist seit geraumer Zeit weltweit auf die schlechten Arbeitsbedingungen in dem Konzern hin. Gegenüber junge Welt kritisiert Bayram, insbesondere in Deutschland lagere UPS die Paketzustellung nach und nach an Fremdfirmen aus – zu deutlich schlechteren Bedingungen für die Fahrer.

»Einschüchterung und Schikane sind bei UPS an der Tagesordnu...

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