31.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 4

Zuschlag für Südkoreaner

Bitterfeld-Wolfen: Gläubiger stimmen dem Verkauf des insolventen Solarunternehmens Q-Cells an den Mischkonzern Hanwha zu. Weitere Mitarbeiter müssen gehen

Susan Bonath
Das Tauziehen um den ehemaligen Hoffnungsträger der ostdeutschen Solarindustrie hat ein Ende: Der koreanische Mischkonzern Hanwha verleibt sich das Photovoltaikunternehmen Q-Cells mit Sitz in Thalheim bei Bitterfeld-Wolfen und einer Produktionsstätte in Malaysia ein. Am Mittwoch stimmten auch die Gläubiger dem Verkauf zu. Insolvenzverwalter Henning Schorisch hatte den Vertrag bereits am Sonntag unterzeichnet. Damit ist der spanische Mitbieter Isofotón, der erst zu Wochenbeginn ein Angebot vorgelegt hatte, draußen. Nach dieser Entscheidung legte Schorisch am Mittwoch abend auch die Karten auf den Tisch: Weitere 320 Beschäftigte werden demnach in der ohnehin von hoher Erwerbslosigkeit gebeutelten Region im östlichen Sachsen-Anhalt ihren Arbeitsplatz verlieren. Q-Cells hatte am 3. April dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Danach schrumpfte die Zahl der Stellen bereits, wobei der Insolvenzverwalter angab, es sei zu keinen Entlassungen gekommen. Zu Spitzenzeiten arbeiteten bei Q-Cells in...

Artikel-Länge: 3943 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe