31.08.2012 / Ausland / Seite 7

Merkel beunruhigt

Italiens Demokratische Partei will früheres Profil zurückgewinnen. Auf Mitte-links-Kurs für Parlamentswahlen 2013

Gerhard Feldbauer
Als die aus der einstigen IKP hervorgegangenen Linksdemokraten sich 2007 mit der Zentrumspartei Margherita zur Demokratischen Partei (DP) vereinigten, wollten sie den linken Geruch loswerden. Alles, was noch an sozialistische oder auch nur sozialdemokratische Traditionen und an ein Zusammengehen mit linken Bewegungen erinnerte, wurde über Bord geworfen. Als Vorbild dienten die Demokraten der USA. Der populäre Bündnisbegriff »Linke Mitte« wurde aus dem Wortschatz gestrichen und durch »Union« ersetzt. Ziel war, die bürgerliche Mitte zu besetzen, 2008 die Parlamentswahlen zu gewinnen und führende Regierungspartei zu werden. Der Versuch scheiterte. Während die extreme Rechte auf fast 46 Prozent kam, reichte es bei der DP nur zu 34 Prozent. Viele Wähler der Linksdemokraten hatten sich von der DP abgewendet. Die von der DP von einem Wahlbündnis ausgeschlossene Regenbogenlinke (Arcobaleno) kam mit 3,2 Prozent nicht über die Sperrklausel von vier Prozent.

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