31.08.2012 / Ausland / Seite 8

»Das verstößt selbst gegen türkisches Recht«

Bürgermeister in Haft und Notunterkünfte: Linken-Politiker besuchten zehn Monate nach Erdbeben die Provinz Van. Ein Gespräch mit Harald Weinberg

Martin Dolzer
Der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg Die Linke bereiste vom 24. bis 27. August mit der Nürnberger Stadträtin Marion Padua (Linke Liste) im Rahmen der Initiative »Nürnberg hilft Van« die Region Van. Am 23. Oktober 2011 wurden die Stadt Van und umliegende Dörfer im Osten der Türkei von einem schweren Erdbeben erschüttert. Wie ist die heutige Situation? Direkt nach dem Erdbeben wurde schnelle internationale Hilfe von der türkischen Regierung blockiert, Spendenkonten wurden gesperrt. Der zuständige Gouverneur verteilte die Hilfe erst ab dem fünften Tag – hauptsächlich an Anhänger der Regierungspartei AKP. Das führte besonders im Winter zu mehreren Todesfällen. Der Wiederaufbau der in weiten Teilen zerstörten Region schreitet mittlerweile voran, wenn auch mit wenig Unterstützung staatlicherseits. Es gibt noch immer 30 Containersiedlungen, in denen insgesamt rund 8000 Familien unter harten Bedingungen leben. Zur Zeit wird ein größeres Frauen- und Kulturhaus gebaut. Die Bauplanung...

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