31.08.2012 / Feminismus / Seite 15

Ärztin, Wissenschaftlerin, Kommunistin

Prof. Ingeborg Rapoport feiert am Sonntag ihren 100. Geburtstag

Jana Frielinghaus
Die Frauenrechte waren vermutlich nie ein großes Thema für Ingeborg Rapoport. Zu sehr ist ihr eigenes Leben von wissenschaftlicher und politischer Debatte Gleicher unter Gleichen geprägt, als daß die Frage der Geschlechtergerechtigkeit wirklich in ihr Blickfeld geraten konnte. Eins aber scheint sicher: Sie war immer eine große Verfechterin des Rechtes jedes einzelnen Menschen auf freie Entfaltung. Von dieser Grundhaltung zeugt ihr autobiographisches Buch »Meine ersten drei Leben« – und von der tiefen Überzeugung, daß trotz aller Fehlentwicklungen der erste Versuch, auf deutschem Boden eine sozialistische Gesellschaft zu errichten, ein legitimes Bemühen war. Am Sonntag feiert sie ihren 100. Geburtstag. Hellwach verfolgt sie noch immer das Weltgeschehen; neue Kriege und Kriegsgefahren beunruhigen sie, die sich lange in der deutschen Sektion der »Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« (IPPNW) engagierte.

Ingeborg Syllm wurde am 2. Se...

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