30.08.2012 / Thema / Seite 10

Die Taxierung der Welt

Hintergrund. Die in Hannover ansässige Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beliefert Bundesregierung und Industrie mit Informationen über knapper werdende Ressourcen. Ein wichtiger Faktor im globalen Konkurrenzkampf

Jörg Kronauer
Ohne die begehrten, aber raren Hightech-Metalle leidet der Profit. »Ob Photovoltaik-Module, Mikrokondensatoren oder Glasfaserkabel« – um derlei innovative Produkte herzustellen, sei die deutsche Industrie auf diverse seltene Bodenschätze angewiesen, hielt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Frühjahr in einer Pressemitteilung warnend fest. Germanium etwa sei unersetzlich, auch Tantal, Indium oder die heute weithin bekannten »Seltenen Erden«. Die weltweite Nachfrage nach den Hightech-Metallen steige an, einige von ihnen könnten deshalb »in den nächsten Jahren knapp werden« – mit fatalen Folgen für bundesrepublikanische Unternehmen. Was tun? Die BGR kümmert sich darum. Sie hat 2010 eine Studie erstellt, in der sie die Versorgungssituation der Wirtschaft und ihre Entwicklung bis 2030 in den Blick genommen hat. Sie hat dabei diejenigen Rohstoffe eruiert, bei denen in der Tat »ein erhöhtes Versorgungsrisiko« zu erwarten is...

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