27.08.2012 / Leserbriefe / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

Reiche besteuern

(…) Entgegen den EU-Statuten gibt es staatliche Finanzhilfen für Pleitestaaten, und die EZB kauft deren Staatsanleihen. Herr Schäuble beruhigt: »Die Griechen müssen ihre Milliardenschulden (samt den Milliardenzinsen) auf Heller und Pfennig zurückzahlen.« Doch wie soll das gehen, wenn die Sparauflagen die griechische Wirtschaft kaputtmachen? Griechenland erfüllt die Sparauflagen nur etwa zur Hälfte, und das verursacht bereits unzählige Unternehmenspleiten und eine Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent. Der englische Wirtschafts-Nobelpreisträger J. M. Keynes erkannte, daß der Staat nicht in Zeiten der Not sparen müsse, sondern in guten Zeiten. Doch die Angst vor den Finanzmärkten erzeugt nur noch Panikreaktionen.

Offenbar braucht die Wirtschaft heute Staatsausgaben. Das Geld dafür sollen sich die Staaten aber nicht durch Verschuldung besorgen, sondern durch Abschöpfung der auf die Finanzmärkte abfließenden und in der Vergangenh...

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