27.08.2012 / Inland / Seite 8

»Letztlich werden reguläre Arbeitsplätze verdrängt«

Tagung an der FH Dortmund befaßt sich mit den Auswirkungen sogenannter Bürgerarbeit. Ein Gespräch mit Irina Vellay

Daniel Behruzi
Die Diplomingenieurin und Sozialwissenschaftlerin Irina Vellay ist Mitveranstalterin der Tagung »Bürgerarbeit – Teil der großen Umverteilung?« und war an einer Untersuchung zum Thema am Beispiel der Stadt Dortmund beteiligt Eine Tagung an der FH Dortmund befaßt sich mit den Themen »Programmbeschäftigung« und »Bürgerarbeit«. Was genau ist darunter zu verstehen? Programmbeschäftigung gibt es seit den 80er Jahren, doch spätestens seit den sogenannten Hartz-Reformen vor zehn Jahren wurde sie, zum Beispiel in Form von Ein-Euro-Jobs, zum sogenannten dritten Arbeitsmarkt ausgeweitet. Bürgerarbeit ist das jüngste von Union und FDP in dieser Richtung aufgelegte Modellprojekt. Im Vorläuferprogramm »Jobperspektive« haben die Betroffenen bei Vollzeitbeschäftigung noch rund 1600 Euro brutto erhalten, in der Bürgerarbeit gibt es in städtischen Einrichtungen 1114 Euro bei 30 Arbeitsstunden pro Woche, anderswo noch weniger. Obwohl die Stadt Dortmund das Entgelt auf das Niveau der Vergütungsgrup...

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