27.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stimmungsmache

Industrie und Stromkonzerne trommeln zum Angriff auf den Ausbau der erneuerbaren Energieträger

Wolfgang Pomrehn
Die Stimmungsmache gegen die Energiewende – das heißt: gegen den Umbau der Stromversorgung – läuft auf vollen Touren. Wie berichtet, will Umweltminister Peter Altmaier (CDU) nun auch den Ausbau der Windenergie beschneiden – nur an Land versteht sich, denn auf See soll sie zu einem guten Geschäft für die alten Stromkonzerne ausgebaut werden. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) verbreitet, es werde auch in 40 Jahren noch nicht ohne Kohlekraftwerke gehen, und die energieintensiven Unternehmen forderten Ende vergangener Woche in Berlin eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Wobei Reform auch in diesem Falle ein Synonym für Abschaffung oder zumindest Deformation ist.

Was dabei gerne unter den Teppich gekehrt wird: Für die Industrie wird der Strom durch diverse Maßnahmen verbilligt. Sie ist weitgehend von der EEG-Umlage befreit, mit der die Kosten der Energiewende auf die Verbraucher verteilt werden. Außerdem bezahl...

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