27.08.2012 / Politisches Buch / Seite 15

Arundhati Roy mit der Guerilla im Dschungel

Gerd Bedszent
Der einst schon totgesagte Maoismus scheint seit einigen Jahren eine Renaissance zu erleben. Zumindest auf dem indischen Subkontinent, wo maoistische Guerillaeinheiten im Jahre 2006 im Königreich Nepal das absolutistische Feudalregime ins Wanken brachten, sowie in Dschungelregionen verschiedener Teilstaaten der indischen Union. Die Informationen über die vom indischen Militär abgeriegelten Operationsgebiete der sogenannten Naxaliten sind jedoch spärlich und höchst widersprüchlich. Die bekannte indische Schriftstellerin und Literaturpreisträgerin Arundhati Roy hat im Jahre 2009 etwas getan, was eigentlich Aufgabe einer unabhängigen und unparteiisch berichtenden Presse gewesen wäre, wenn es eine solche in Indien geben würde: Sie ignorierte die Absperrung des Militärs, ist zu einer bewaffneten Einheit der Kommunistischen Partei Indiens CPI (Maoist) vorgedrungen, hat führende Genossen interviewt und versucht, die Ursachen für das stete Anwachsen der Guerilla zu ergründen: Die übergroße M...

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