25.08.2012 / Inland / Seite 8

»Wir wollen nicht mehr mitten in der Pampa leben«

Flüchtlinge bereiten in einem Erfurter »Sommercamp« einen Marsch auf Berlin vor. Ein Gespräch mit Araz Ardehali

Gitta Düperthal
Araz Ardehali, ist iranischer Herkunft und Aktivist der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten«

Flüchtlinge und ihre Unterstützer haben sich am Donnerstag in Erfurt zu einem Sommercamp zusammengefunden, das bis zum 2. September dauern soll. Sie wollen ihre Proteste gegen die sie diskriminierenden Sondergesetze fortführen und einen Marsch nach Berlin vorbereiten – mit welchem Ziel?

Mit dem für den 8. September geplanten Marsch werden wir die Regeln brechen. Wir werden klarmachen, daß wir nicht mehr bereit sind, Sondergesetze wie die Residenzpflicht einzuhalten: Es ist ein Skandal, daß wir beim Ausländeramt stets um Erlaubnis fragen müssen, sobald wir uns nur wenige Kilometer von den zugewiesenen Lagern entfernen wollen.

Bei unserem Sommercamp in Erfurt-Gispersleben, von der Selbstorganisation der Flüchtlinge »The Voice« organisiert, bereiten wir diesen Marsch vor. Unsere Forderungen: Bewegungsfreiheit für alle, wide...

Artikel-Länge: 4298 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe