23.08.2012 / Ausland / Seite 7

Schwelender Konflikt in Assam

Spannungen zwischen einheimischen Bodos und bengalischen Muslimen

Hilmar König
Am Dienstag reiste ein Team von Experten der staatlichen Plankommission Indiens in den nordöstlichen Unionsstaat Assam, um die Lage in den Notlagern zu sondieren. Immer noch müssen über 200000 Flüchtlinge in den Camps mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt, gesundheitlich betreut und ihre Rückkehr in ihre Heimatgebiete vorbereitet werden. Ende Juli waren Unruhen zwischen überwiegend hinduistischen einheimischen Bodo-Gemeinschaften und aus dem benachbarten Bundesstaat Westbengalen und aus Bangladesch eingewanderten Muslimen in drei Distrikten Assams ausgebrochen. Dabei kamen über 70 Menschen ums Leben. 400000 flüchteten oder wurden vertrieben.

Die blutigen Zusammenstöße fanden zudem ein bis heute anhaltendes Echo in verschiedenen Landesteilen. Erst am Sonntag waren elf aus dem Nordosten stammende Personen in der Nähe des Bahnhofs Jalpaiguri aus einem fahrenden Zug geworfen worden. Zwei starben, neun wurden verletzt. Sie waren aus anderen Gegenden In...

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