23.08.2012 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

In letzter Minute

Zwei Expeditionen erforschen zur Zeit die sich dramatisch ­verändernde Arktis. Am Montag wurde dort eine geringere Eismenge gemessen als je zuvor

Wolfgang Pomrehn
Zwei deutsche Forschungsschiffe sind derzeit in der Arktis unterwegs. Westlich von Spitzbergen kreuzt die in Rostock beheimatete Maria S. Merian. Wissenschaftler des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, ehemals IFM/Geomar, untersuchen dort mit dem Tauchboot Jago und akustischen Methoden den Austritt von Methan aus dem Meeresboden. Am 13. August ist die Maria S. Merian aus dem Hafen der isländischen Hauptstadt Reykjavik ausgelaufen. In den Wochen davor kreuzte das Schiff vor der grönländischen Küste. Die dortigen Gletscher sind in diesem Sommer erstmals in der jüngeren Geschichte nicht nur in den niedrigeren Küstenlagen angetaut, sondern zeitweise bis hinauf zu den Gipfeln. Welche chemischen Veränderungen das Schmelzwasser in den Fjorden verursacht, untersuchen Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) mit Kollegen aus den USA. »Das Gletschereis schmilzt momentan in einem Tempo, wie man es nie zuvor gesehen hat«, erklärte der wiss...

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