22.08.2012 / Ausland / Seite 6

Bombenterror im Grenzgebiet

Neun Tote bei Anschlag auf Polizeiwache in der Südosttürkei. PKK distanziert sich

Nick Brauns
Bei einer Explosion im Südosten der Türkei wurden in der Nacht zum Dienstag neun Menschen getötet und 69 weitere verletzt. Nach Angaben der Behörden wurde ein Sprengstoff gefüllter Wagen mit einem Fernzünder vor einer Polizeiwache in der Provinzhauptstadt Gaziantep in die Luft gejagt. Mehrere vorbeifahrende Autos und Busse gingen dabei in Flammen auf. Unter den Toten sind auch vier Kinder.

Behörden und Politiker der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP machten sofort nach dem Anschlag die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verantwortlich. Gleichzeitig rief der stellvertretende Ministerpräsident Besir Atalay die Bevölkerung zur Besonnenheit auf. Dennoch marschierte ein faschistischer Mob mit türkischen Fahnen zu örtlichen Büros der prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP). Die Randalierer riefen antikurdische Parolen, warfen Steine und setzten ein Gebäude in Brand, während die Polizei untätig zusah. Die BDP selbst verurteilte den Bombena...

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