21.08.2012 / Inland / Seite 2

»Venezuelas Botschaft könnte Modell werden«

Die Vertretung der Bolivarischen Republik in Berlin hat als erste einen Betriebsrat. Ein Gespräch mit Katja Boll

André Scheer
Katja Boll ist Gewerkschaftssekretärin von ver.di für den Fachbereich Bund & Läner und unter anderem zuständig für die diplomatischen Vertretungen in Berlin Am vergangenen Freitag ist in der Botschaft Venezuelas ein Betriebsrat gewählt worden. Was ist das Besondere daran? Die Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuelas ist die erste diplomatische Vertretung in Deutschland, in der sich die Beschäftigten zusammengefunden haben, um eine Ver.di-Betriebsgruppe zu gründen und einen Betriebsrat zu wählen. Für den Bereich der Botschaften ist das einmalig, in anderen Vertretungen hat es das bislang noch nicht gegeben. Ein Betriebsrat hat die Aufgabe, die Interessen der Beschäftigten in einem Unternehmen zu vertreten. Eine Botschaft ist so etwas wie exterritoriales Gebiet, die lokalen Angestellten werden jedoch nach deutschem Arbeitsrecht beschäftigt. Wird das nicht kompliziert? Es ist für uns eine Herausforderung. Ganz klar ist, daß die lokalen Angestellten in einer ausländischen Botschaft...

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