21.08.2012 / Ausland / Seite 6

Südamerika für Assange

Staatenbund UNASUR stellt sich hinter Ecuador

Jürgen Heiser
Am Sonntag abend (Ortszeit) hat sich die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) im Streit zwischen Ecuador und Großbritannien im die Asylgewährung für Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange einmütig hinter die Regierung in Quito gestellt. Bei einem nur zu diesem Thema einberufenen Gipfeltreffen solidarisierten sich die Außenminister in Guayaquil mit Ecuador und bekräftigten die Unantastbarkeit diplomatischer Vertretungen und des Asylrechts. Die UNASUR fordert direkte Verhandlungen, um »eine für alle Seiten annehmbare Lösung im Rahmen des internationalen Rechts« zu finden. Assanges Hauptverteidiger, der ehemalige spanische Ermittlungsrichter Baltasar Garzón, legte der Regierung in Quito unterdessen eine Anrufung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag nahe, um freies Geleit für seinen Mandanten zu erstreiten.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich Assange am Sonntag vom Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London aus an die Öffentlichk...

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