20.08.2012 / Feuilleton / Seite 13

»O Weltzertrümmerer«

Die besten Briefe der Beat Generation sind die zwischen Ginsberg und Kerouac

Martin Willems
Allen Ginsberg und Jack Kerouac begegneten sich erstmals im Frühjahr 1944 an der New Yorker Columbia University. Ginsberg – intellektuelles Genie und Hipster voll kosmischer Schwingungen – war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 17 Jahre alt, Kerouac war kurz zuvor aufgrund psychischer Probleme von der Kriegsmarine entlassen worden und hatte der Legende nach bereits eine Million Wörter zu Papier gebracht. Es dauerte nur wenige Monate, bis sich eine enge Freundschaft entwickelte, wobei die Literatur das einende Element darstellte.

Die E-Mail war zu jener Zeit glücklicherweise noch nicht erfunden, womöglich wäre der Schriftwechsel der wohl einflußreichsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts im Orkus des Providers gelandet. Letztlich haben die Briefe die Jahrzehnte überdauert und sind nun erstmals in deutscher Sprache erschienen, herausgegeben von Bill Morgan, Ginsberg-Bibliograph, und David Stanford, Verwalter des Kerouac-Nachlasses.

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