20.08.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Eid-Fest im Krieg

Keine Feuerpause zum Ramadan-Ende: Aufruf gemäßigter syrischer Oppositionsgruppen an Aufständische und Armee bleibt erfolglos

Karin Leukefeld, Damaskus/Beirut
Eid Kerim! Alles Gute zum Eid-Fest, bereiten Funk und Fernsehen die Syrer auf das ersehnte Ende des Fastenmonats Ramadan vor. Fernsehköche erläutern, wie zum Eid-Al-Fitr die köstlichsten Leckereien zubereitet werden, Restaurants und Hotels werben mit Sonderangeboten, in den späten Abendstunden füllen sich wieder die Straßen und Märkte der syrischen Städte, um kleinere oder größere Geschenke einzukaufen. Traditionell werde Kleidung für die Kinder gekauft, erzählt Dschihad aus dem Palästinenserviertel Jarmuk in Damaskus. Nur wenige Geschäfte in der Lubia-Straße haben geöffnet, die stadtweit als eines der preisgünstigsten Einkaufszentren für moderne Mode bekannt ist. »In diesem Jahr werden kaum Menschen kommen«, ist Dschihad überzeugt, der in Damaskus Journalistik und Medienwissenschaften studiert. »Die Menschen haben keine Arbeit, kein Geld, also werden sie nichts kaufen.«

In den angrenzenden Vierteln Tadamoun und Hadsch Al-Aswat war es in den ...

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