18.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Lagerbestände von Getreide sind erheblich geschrumpft«

Auch Greenpeace fordert, Verkauf von E-10-Benzin auszusetzen. Dürre in den USA und Ernteausfälle wirken sich aus. Gespräch mit Martin Hofstetter

Wolfgang Pomrehn
Martin Hofstetter ist gelernter Landwirt und Agrarexperte bei Greenpeace

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel (FDP), will angesichts der rekordverdächtig hohen Getreidepreise auf dem Weltmarkt den Verkauf des Benzin-Ethanol-Gemischs E-10 aussetzen. Greenpeace stimmt zu. Weshalb?

Die feste Beimischungsquote führt dazu, daß unabhängig von der Situation an den Weltagrarmärkten eine bestimmte Menge in den Autos verbrannt wird. Das ist natürlich fatal, denn wenn es auf den Märkten knapp wird, wie im Augenblick, dürfen wir nicht Ethanol oder Pflanzenöle in Autos verbrennen. In diesem Falle müssen die Ausgangsprodukte bzw. die entsprechenden Ackerflächen für die Ernährung zur Verfügung stehen.

Deshalb ist die Forderung Niebels richtig. Es gibt nämlich bei diversen Getreidearten eine extreme Verknappung, die Lagerbestände sind erheblich geschrumpft. Ursache sind die Trockenheit in den USA und Ernteausfälle in einigen anderen Ländern...


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