18.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wie man die Krise verschärft

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise
Während alle Welt über die schwache Weltkonjunktur klagt, steigt der Rohölpreis wieder. Nimmt man den in London gehandelten Kontrakt der Sorte »Brent« zum Maßstab, so hat der Anstieg seit Mitte Juni etwa 30 Prozent betragen. Das ist keine unbedeutende Angelegenheit. Sie wirkt sich nicht nur in höheren Preisen für Diesel und Benzin an den Tankstellen aus, sondern überall, wo in Produktion und Transport aus Öl gewonnene energetische Stoffe eingesetzt werden. Der hohe Ölpreis ist ein Kostenfaktor für Konsumenten und Produzenten. Er reduziert zusätzlich Absatz, Gewinne und Investitionen.

Umgekehrt ist der Ölpreis im allgemeinen vom Konjunkturverlauf abhängig. Bei gut laufender Weltkonjunktur wächst die Nachfrage nach Erdöl, und der Preis steigt. Umgekehrt sinkt im Regelfall der Rohölpreis, wenn das Wirtschaftswachstum nachläßt oder schlechter läuft als erwartet. Das ist gerade der Fall. Nachdem die staatlichen Konjunkturförderprogramme in Europa,...

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