18.08.2012 / Feuilleton / Seite 13

Monströser Fetisch Kapital

»Geld ohne Wert« – das letzte Buch von Robert Kurz ist erschienen

Gerd Bedszent
Als Robert Kurz 1991 einen »Modernisierungs-GAU« und das »größte historische Krisenzeitalter« ankündigte, wurde diese Prognose vom bürgerlichen Wissenschaftsbetrieb nicht zur Kenntnis genommen. Zu sehr waren neoliberal eingefärbte VWL-Professoren damit beschäftigt, sich am vermeintlichen Sieg über die staatlich reglementierte Kommandowirtschaft des Ostens zu berauschen und bei dieser Gelegenheit die Anhänger eines keynesianistisch geprägten westlichen Wohlfahrtsstaates gleich mit abzuräumen. Von den Marktideologen hätte es niemand für möglich gehalten, daß wir es in der Gegenwart mit einem Konglomerat von Wirtschafts-, Währungs- und Finanzkrisen zu tun haben, die selbst der verbohrteste Parteisoldat der FDP nicht mehr wegdiskutieren kann. Das »dunkle Zeitalter von Chaos und Zerfall gesellschaftlicher Strukturen« (Kurz) wird in immer mehr Weltregionen Realität. In diesem »dunklen Zeitalter« erlebt der im Zuge von 1989 voreilig für tot erklärte Marxismus eine Wiederkehr. Da Karl Marx b...

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