18.08.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Das Regime muß in einen Dialog einbezogen werden«

Gespräch mit Ali Haidar. Über die Schwierigkeiten einer ­nationalen Versöhnung in Syrien, die Verweigerungshaltung von Oppositionsgruppen, ­ausländische Dschihadisten und schlechte Erfahrungen mit den Medien

Karin Leukefeld in Damaskus
Ali Haidar ist Staatsminister im neu eingerichteten Ministerium für Angelegenheiten der Nationalen Versöhnung Syriens. Der Augenarzt und ­Chirurg wurde 1962 in Hama geboren. Er ist Vorsitzender der oppositionellen Syrischen Sozialen Nationalistischen Partei (SSNP). Die Syrische Soziale Nationalistische Partei (SSNP) wurde 1932 von Antoun Saadeh im Libanon, damals noch Teil Syriens, gegründet. In Syrien war sie von 1955–2005 illegal, konnte jedoch inoffiziell seit Ende der 1990iger Jahre wieder arbeiten. Die SSNP hat ca. 90000 Mitglieder. Seit Mai ist die Partei mit zwei Abgeordneten in der Syrischen Volksversammlung (Parlament) vertreten. Seit zwei Monaten sind Sie Staatsminister für Nationale Versöhnung in Syrien. Widerspricht dieses Amt nicht der Position Ihrer Partei, die sich ja der innersyrischen Opposition zurechnet? Wie Sie wissen, hat unsere Partei sich 1957 gespalten, heute gibt es zwei Parteien unter dem gleichen Namen und sogar mit dem gleichen Symbol. Unser Standpunk...

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