17.08.2012 / Ausland / Seite 6

Angeblich Sympathie für Terroristen

Türkei: Abgeordneter der Oppositionspartei CHP sieht sich nach Freilassung durch die PKK Vorwürfen ausgesetzt

Nick Brauns
Ein von der Arbeiterpartei Kurdistans PKK gefangengenommener türkischer Oppositionsabgeordneter sieht sich nach seiner Freilassung Vorwürfen der Sympathie mit seinen Entführern ausgesetzt. Der am Sonntag bei einer Straßenkontrolle der Guerilla in der in der Bergprovinz Dersim verschleppte selbst kurdischstämmige Abgeordnete der kemalistischen Republikanischen Volkspartei CHP, Hüseyin Aygün, war am Dienstag abend unversehrt freigelassen worden. Bei der Gefangenname des Abgeordneten handelte es sich offenbar um die spontane Tat einer örtlichen PKK-Einheit, die eine Straßenkontrolle durchführte. Der hochrangige PKK-Kommandant Bahoz Erdal habe über Funk seine Freilassung angeordnet, berichtete Aygün. Die PKK-Kämpfer hätten ihn »ausgesprochen respektvoll« behandelt, erklärte Aygün. »Es gab mir gegenüber keinerlei Drohungen. Sie verlangten lediglich, daß die CHP mehr Anstrengungen darauf verwenden solle, dem Blutvergießen Einhalt zu gebieten.« Ziel der Aktion sei es gewesen, an Ankara eine ...

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