16.08.2012 / Ausland / Seite 2

»Monti hat Italien in den Ruin getrieben«

Kommunistischer Politiker: Regierungschef sieht Demokratie nur als Kostenfaktor. Ein Gespräch mit Paolo Ferrero

Raoul Rigault
Paolo Ferrero ist Generalsekretär von Rifondazione Comunista und war von Mai 2006 bis April 2008 italienischer Sozialminister Italiens Ministerpräsident Mario Monti sagte kürzlich in einem Spiegel-Interview, die Regierungen der EU-Staaten sollten sich von Parlamentsbeschlüssen unabhängiger machen. Die verfassungsmäßige Kontrollfunktion der Volksvertretungen drohe »das Projekt Europa zu zerstören«. Zuvor hatte er behauptet, Italien befände sich ökonomisch im Krieg – entsprechend müsse die Politik aussehen. Wie beurteilen Sie diese Äußerungen? Sie zeigen überdeutlich Montis antidemokratische Haltung. Kein Wunder, daß das Wall Street Journal ihn verteidigt. Er ist Teil der supranationalen Kaste großer Dirigenten der Konzerne und der Finanzspekulation. Diese in der Trilateralen Kommission und den Bilderberg-Konferenzen vereinten Herren betrachten die Demokratie als Kostenfaktor und haben einen regelrechten Krieg gegen die Völker entfesselt, das heißt gegen die Rechte der Arbeiterinn...

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