16.08.2012 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Endlicher Rohstoff

Während in den USA vom Bergbau auf dem Mars geträumt wird, eröffnete RWE am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen ein riesiges Braunkohlekraftwerk

Unter Protesten von Umweltschützern hat der Energiekonzern RWE am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Grevenbroich-Neurath ein gigantisches Braunkohlekraftwerk eingeweiht. In rund sechs Jahren wurden zwei Blöcke mit einer Leistung von 2200 Megawatt hochgezogen. Dies entspricht fast der Leistung des Atomkraftwerks Biblis, das der Konzern 2011 im Zuge des beschleunigten Atomausstiegs stillegen mußte. RWE hat 2,6 Milliarden Euro in die neue Anlage investiert, die etwa 3,4 Millionen Haushalte mit Strom versorgen kann. Umweltschützer kritisieren den Bau als klimaschädlich, da bei der Verbrennung von Braunkohle besonders viel Kohlendioxid ausgestoßen wird. Einige Dutzend Aktivisten demonstrierten am Mittwoch vor dem Werksgelände mit Transparenten, auf denen »Klimaschutz statt Braunkohle« zu lesen war, oder »Braunkohle killt das Klima«. RWE verweist gegenüber diesen Kritikern darauf, daß das neue Kraftwerk einen deutlich höheren Wirkungsgrad als die alten Anlagen habe, die es ersetze. Im V...

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