14.08.2012 / Ausland / Seite 6

Obama bleibt vorn

Hat Romneys Entscheidung für Ryan als seinen Vize die Präsidentschaftswahlen in den USA schon entschieden?

Philipp Schläger
Bislang hatte Mitt Romney jedes riskante Unterfangen vermieden, war inhaltlichen Fragen ausgewichen und hatte Informationen über seine Person wie etwa seine Steuergeschichte der Öffentlichkeit vorenthalten. Doch die Flucht vor eigenen Positionen half nichts. Umfragen hatten schon in den vergangenen Wochen einen wachsenden Rückstand des voraussichtlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten der USA offenbart. Romneys Strategie, aus der Präsidentschaftswahl ein Referendum über die Politik von Amtsinhaber Barack Obama zu machen und Fragen über eigene Lösungsansätze auf die Zeit nach seinem Sieg zu verschieben, war gescheitert. Trotz der schwachen Wirtschaft fiel seine Popularität weiter, und es tendierten mehr Amerikaner zu Obama. Romneys Entscheidung, Paul Ryan als seinen Vize zu nominieren, ist daher als Paukenschlag zu verstehen, der die Reihen der Konservativen schließen und einen Stimmungswechsel einleiten soll. Denn der Kongreßabgeordnete aus Wisconsin steht im Gegensatz zu...

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